Wahlprogramm 2019

Zukunft seit 1386? Nachhaltig ab 2019! –  Wir recyceln alles

Eine Universität, welche mit dem Motto „Zukunft seit 1368“ wirbt, muss auch ihren Teil zu einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Welt beitragen. Sowohl als Arbeitgeberin als auch als Bildungsinstitution und Akteurin in Gesellschaft und Stadt sollte sie sich zum Handeln verpflichtet fühlen. 
Wir als Grüne Hochschulgruppe haben dieses Semester einen Antrag auf inhaltliche Positionierung der Verfassten Studierendenschaft zugunsten einer Nachhaltigkeitsrichtlinie der Universität zur Abstimmung in den StuRa eingebracht. In der Hoffnung, etwas Konkretes bewirken zu können, planen wir ebenfalls einen Antrag in den Senat einzureichen, der die Universität zum nachhaltigen Handeln auffordert. Die Einrichtung eines Green Office, wie es beispielsweise an der Universität Mannheim existiert, wäre ein vielversprechender erster Schritt.
Die einzige Möglichkeit, eine zukunftsfähige Universität im 21. Jahrhundert zu leiten, ist nachhaltig auf allen Ebenen zu handeln und die gezielte Digitalisierung zur Ressourcenschonung in allen Universitätsstrukturen voranzutreiben.

Freie Fahrt für Fahrrad und ÖPNV!

Heidelberg steht vor einem schwerwiegenden Mobilitätsproblem. Die Planungen der vergangenen Jahrzehnte („autogerechte Stadt“), das Ausbleiben von Gegenmaßnahmen (Förderung eines leistungsstarken ÖPNV) sowie die Schaffung falscher Anreize (immer mehr Parkhäuser auf dem Campus Im Neuenheimer Feld) in der Verkehrspolitik führen an einzelnen Orten in Heidelberg beinahe täglich zum Verkehrskollaps.

Studierende bleiben im Verkehr stecken und verpassen ihre universitären Veranstaltungen, insbesondere wenn sie zwischen den Campus wechseln müssen. Zuverlässigstes und schnellstes Verkehrsmittel für die Studierenden ist das Fahrrad. Als Fahrradfahrerin bekommt man in Heidelberg jedoch schnell das Gefühl, ungeliebter Verkehrsteilnehmerin zu sein: Zu schmale Radwege, umständliche Wegführungen mit vielen Ampeln sowie schlechter Ampelschaltung und etlichen Gefahrenstellen, unverständliche Beschilderungen und das ständige Zuparken durch Autofahrerinnen machen das Radfahren zur gefährlichen Herausforderung.

Die Grüne Hochschulgruppe setzt sich dafür ein, dass die Verfasste Studierendenschaft und die Universität im Rahmen ihrer Möglichkeiten (Bürgebeteiligungen, Masterplan, AG Rad) Einfluss auf die zukünftige Stadtentwicklung nehmen und für ein modernes Mobilitätsnetz kämpfen. Dazu gehören eine gut ausgebaute Radinfrastruktur nach dem Vorbild Kopenhagens und Amsterdams mit breiten Radwegen, Radschnellwegen als Expressverbindung und günstigen Ampelschaltungen.Außerdem ist eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und ein breiter Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs erforderlich. Auch hier sollte man innovative Lösungen finden und sogar zunächst ungewöhnlich erscheinenden Ideen wie einer urbanen Seilbahn offen gegenüberstehen. Die Ergebnisse der Verkehrsforschung aus den letzten 20 Jahren müssen endlich in der Heidelberger Verkehrsplanung ankommen!

*Im Moment gibt es Überlegungen im Rahmen des Masterplans Neuenheimer Feld, eine urbane Seilbahn zu bauen, um das Neuenheimer Feld besser zu erschließen.

Freie Fahrt für Fahrrad und ÖPNV!

Heidelberg steht vor einem schwerwiegenden Mobilitätsproblem. Die Planungen der vergangenen Jahrzehnte („autogerechte Stadt“), das Ausbleiben von Gegenmaßnahmen (Förderung eines leistungsstarken ÖPNV) sowie die Schaffung falscher Anreize (immer mehr Parkhäuser auf dem Campus Im Neuenheimer Feld) in der Verkehrspolitik führen an einzelnen Orten in Heidelberg beinahe täglich zum Verkehrskollaps.

Studierende bleiben im Verkehr stecken und verpassen ihre universitären Veranstaltungen, insbesondere wenn sie zwischen den Campus wechseln müssen. Zuverlässigstes und schnellstes Verkehrsmittel für die Studierenden ist das Fahrrad. Als Fahrradfahrer*in bekommt man in Heidelberg jedoch schnell das Gefühl, ungeliebter Verkehrsteilnehmer*in zu sein: Zu schmale Radwege, umständliche Wegführungen mit vielen Ampeln sowie schlechter Ampelschaltung und etlichen Gefahrenstellen, unverständliche Beschilderungen und das ständige Zuparken durch Autofahrer*innen machen das Radfahren zur gefährlichen Herausforderung. 

Die Grüne Hochschulgruppe setzt sich dafür ein, dass die Verfasste Studierendenschaft und die Universität im Rahmen ihrer Möglichkeiten (Bürgebeteiligungen, Masterplan, AG Rad) Einfluss auf die zukünftige Stadtentwicklung nehmen und für ein modernes Mobilitätsnetz kämpfen. Dazu gehören eine gut ausgebaute Radinfrastruktur nach dem Vorbild Kopenhagens und Amsterdams mit breiten Radwegen, Radschnellwegen als Expressverbindung und günstigen Ampelschaltungen.Außerdem ist eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und ein breiter Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs erforderlich. Auch hier sollte man innovative Lösungen finden und sogar zunächst ungewöhnlich erscheinenden Ideen wie einer urbanen Seilbahn* offen gegenüberstehen. Die Ergebnisse der Verkehrsforschung aus den letzten 20 Jahren müssen endlich in der Heidelberger Verkehrsplanung ankommen!

*Im Moment gibt es Überlegungen im Rahmen des Masterplans Neuenheimer Feld, eine urbane Seilbahn zu bauen, um das Neuenheimer Feld besser zu erschließen.

Datenschutz statt Datenschmutz

Wir von der Grünen Hochschulgruppe nehmen den Schutz eurer Daten ernst!So positionieren wir uns deutlich gegen die in den letzten Jahren an etlichen Hochschulen eingeführten qualifizierten Atteste (Atteste, die genaue Symptome aufführen müssen). Ein Arzt* oder eine Ärztin* sollte entscheiden, ob jemand prüfungstauglich ist oder nicht, nicht ein aus Nicht-Mediziner*innen zusammengesetzter Prüfungsausschuss. Dies haben wir in der vergangenen Legislatur im Senat auch vehement verteidigt und eine zusätzlichen Regelung der qualifizierten Atteste, nämlich dass Studierende anstelle eines qualifizierten Attestes auch zum Amtsarzt oder zur Amtsärztin gehen können, herbeigeführt.

Die Grüne Hochschulgruppe tritt für die vom Grundgesetz garantierte Studierfreiheit ein und kämpft gegen Anwesenheitspflichten, die vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft wurden. 
Das Studium lebt davon, dass jede*r Studierende einen individuellen Weg zum optimalen Lernen findet. Anwesenheitspflichten gewährleisten keine besseren Ergebnisse. Sofern Dozierende über zu geringe Beteiligungen klagen, hat dies häufig tiefere Gründe als bloßes Desinteresse: Attraktivität der Vorlesung, Größe des Hörsaals, Bedeutung der Vorlesung, parallel anstehende Klausuren.

Hochwertiges und ökologisches Mensaessen

Als Grüne Hochschulgruppe liegt uns dieses Thema besonders am Herzen. Wir hatten bereits in Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerksreferat eine Mensa-Umfrage gestartet, um herauszufinden, wie die Studierenden zum bisherigen Angebot stehen und was für Wünsche sie haben.

Nach der Auswertung sind wir zum Ergebnis gekommen, dass die Mensen unserer Universität verbesserungsbedürftig sind. Es gibt zwar bereits tolle Projekte wie die „vegan taste week“, jedoch sollte der Fokus darauf liegen, dauerhaft gute, abwechslungsreiche auch vegetarische und vegane Gerichte in allen Mensen anzubieten. Natürlich gehört zu diesem Angebot auch Fleisch in angemessener Menge aus artgerechter Tierhaltung und nicht aus China. Von einem solch ausgewogenen Essensangebot profitieren Umwelt, nachhaltig wirtschaftende Landwirte und unsere Gesundheit.

Folglich sollten regionale, saisonale und ökologisch produzierte Lebensmittel das Essensangbot der Mensen bestimmen. Ein einzelnes saisonales Produkt darf aber nicht dafür sorgen, dass das restliche Gemüse- und Beilagenangebot zusammenschrumpft (wie es beispielsweise jede Spargelsaison geschieht). Wir fordern, das tägliche Fleischangebot ingesamt zu reduzieren, um sowohl die Qualität des Angebots zu erhöhen als auch Kapazitäten zum Ausbau des Beilagen- und Gemüseangebotes zu schaffen. Ebenso sollte es ein ausgewogenes nachhaltiges Fischangebot in den Mensen geben.

Wir treten außerdem für eine gesteigerte Transparenz des Studierendenwerkes bei den Herkunftsangaben des Essens ein. Nur wer weiß, wo das Essen herkommt, kann eine fundierte Entscheidung treffen.

Lehre statt Leere

Die Exzellenzinitiativen der letzten Jahre haben viel Geld in die universitären Kassen gespült. Jedoch lag und liegt noch immer der Fokus stark auf der Forschung. Obwohl ein kleiner Teil des Geldes direkt und indirekt zur Verbesserung der Lehre beitragen soll, liegt noch vieles im Argen.

Es wird Zeit, dass die Universität neue Wege geht und Vorreiterin in Sachen innovativer Lehrprojekte wird. Auch studentische Lehrprojekte, wie sie an anderen Universitäten und Hochschulen bereits üblich sind, müssen ein Teil dieser Strategie sein. Wir treten dafür ein, dass zumindest Audioaufzeichnungen, besser noch Videomitschnitte, von allen Vorlesungen zusätzlich zu Präsentationen und Skripten, auf Moodle hochgeladen werden. So lassen sich verpasste Vorlesungen nachholen und die Wiederholung und Aufbereitung des Lernstoffes vor den Klausuren fällt leichter.

Die Grüne Hochschulgruppe befindet sich zum Thema Lehre und Lernen auch in enger Zusammenarbeit mit dem AK Lehramt und möchte sich für dessen Belange stark machen. Vor allem Themen wie Lehramtsdrittfach und Zweitfach im beruflichen Lehramt stehen hier auf der Tagesordnung. So sollen und müssen die bisherigen Möglichkeiten bei der Wahl des Zweitfachs beim beruflichen Lehramt wieder gegeben sein und es dürfen nicht noch mehr Fächer als Zweitfachmöglichkeit fürs berufliche Lehramt gestrichen werden! Im Gegenteil: wir brauchen hier mehr Fächer als in der alten Prüfungsordnung, damit auch Fächer wie Mathe oder Chemie im beruflichen Lehramt unterrichtet werden. Nur so lässt sich auch verhindern, dass gerade die Naturwissenschaften anstatt von ausgebildeten Lehrkräften von fachfremden angelernten Lehrkräften gelehrt werden.

Im gymnasialen Lehramt muss das Drittfach endlich für möglichst viele Fächer eingeführt werden. Darüberhinaus muss es möglich sein, Fächer wie Deutsch als Zweitsprache, Kunstgeschichte oder Archäologie als Drittfach zu wählen. Die in diesen Fächern erworbenen Kompetenzen sind wichtig und eine Bereicherung für jede Schule, auch wenn man diese Fächer nicht direkt unterrichtet. Es ist blamabel, dass die Rahmenverordnung, die Fächer wie Astronomie oder Chinesisch als reguläre Drittfächer vorsieht, nicht einfach um weitere Fächer ergänzt wird – oder den Hochschulen, denen sonst Autonomie immer so wichtig ist – freigestellt wird, welche Drittfächer man studiert. Der Rektor muss sich hier als Sprecher der LRK für die Lehrer*innebildung in Baden-Württemberg stark machen und nicht nur im Bereich der Forschung nach mehr Autonomie schreien.

Der neue Lehramtsmaster stellt eine Herausforderung für die beteiligten Fächer dar. Gerade hier könnten innvovative Modelle von Fachdidaktik entwickelt und umgesetzt werden. Doch hierzu muss es mehr Mittel direkt für die Fächer geben und eigene Professuren für Fachdidaktik. Die Pädagogischen Hochschulen können den Bedarf an der Uni nicht auffangen, da sie für Fächer wie Spanisch oder Griechisch gar keine Lehrstühle und für Fachdidaktik für die Oberstufe keine Veranstaltungen anbieten.

Studentische Lehrprojekte sollen gefördert werden.Gerade bei den Übergreifenden Kompetenzen gibt es viele gute Erfahrungen mit Projekten von und für Studierende. Ihre Ausgestaltung bringt neue Themen und Arbeitsformen an die Universität. Studierende sollen vermehrt in die Lehrplangestaltung einbezogen werden. Wenn jemand weiß, was fehlt, was intensiviert werden sollte, was verändert werden sollte, dann sind es die Studierenden. Sie sollten nicht nur als Objekte professoraler Belehrung, sondern als Subjekte, die ihre Studienbedingungen selber mitbestimmen und -gestalten können, ernstgenommen werden.

Gleiche Bildungschancen für alle! 

Es ist nun 7 Jahre her, dass die grün-rote Landesregierung die Studiengebühren aufgehoben hat. Doch zum Wintersemester 2017/18 schenkte uns Wissenschaftsministerin Theresia Bauer neue Studiengebühren: Nicht-EU-Ausländer*innen sollen nun 1500 Euro und Studierende im Zweitstudium 600 Euro pro Semester zahlen.

Die Grüne Hochschulgruppe stellt sich geschlossen gegen jegliche Formen von Studiengebühren! 

Wir fordern, dass die Hochschulfinanzierung langfristig durch ausreichende Haushaltsmittel sichergestellt und nicht auf Studierende ausgelagert wird. Denn diese Gebühren verhindern nicht nur die Mobilität der Studierenden innerhalb der European Education Area – einer der hochangesetzten Ideen des Bologna-Prozesses – sondern haben nicht einmal das gesetzte Profitziel erreicht, das sich das Minsterium für Wissenschaft und Kunst (MWK) erhofft hatte. Von den erhobenen Gebühren von Nicht-EU-Ausländer*innen erreichen nichtmal 20% die Universitäten, welche fast vollständig für die Verwaltung dieser Gebühren augeschöpft werden. Der Rest, sowie die gesamten Gebühren von den Studierenden im Zweitstudium, verbleiben im Landeshaushalt Baden-Württembergs.

Die Wiedereinführung von Studiengebühren dieser Form öffnet zudem die Tür für die Wiedereinführung von allgemeinen Studiengebühren. Eine Tür, die verschlossen bleiben muss!Als ob mit den eingeführten Gebühren noch nicht genug Schaden angerichtet sei, plant das MWK nun auch Kürzungen der Landesgraduiertenförderung und nimmt den Promotionsstudierenden mit sehr kurzfristiger Ankündigung die finanzielle Sicherheit.

Freiheit und Vielfalt für alle!

An der Universität sollte niemand aufgrund von Geschlecht, Alter, Religion, sozialem Status, körperlichen Beeinträchtigungen, Hautfarbe oder anderem diskriminiert werden. Wir unterstützen deshalb Frauen*förderungsmaßnahmen, wie das Nachrekrutierungsverfahren bei der Besetzung von Professuren und generell die Förderung von Frauen* in der Forschung. Auch weitere Antidiskriminierungsmaßnahmen an der Universität halten wir für notwendig. Bspw. sollte es für trans* Studierende auch schon mit dem DGTI-Ergänzungsausweis möglich sein, die universitären Formulare richtig auszufüllen. 

Zudem sollte es selbstverständlich sein, dass jede*r Studierende in der Universität auf die Toilette gehen kann. Studierende mit nicht-binären Geschlechtern haben momentan in vielen Gebäunden der Universität nicht die Möglichkeit das zu tun. Die Umwandlung einer Männertoilette in eine, für alle Geschlechter zugängliche, dauert keine zehn Minuten. Wir unterstützen deshalb die E von weiteren geschlechterneutralen Toiletten. Auch die Barrierefreiheit sollte gewährleistet sein – sowohl für die Toiletten, als auch für Vorlesungen, sollten Studierende mit körperlichen Einschränkungen weiterhin darin unterstützt werden, ihr Studium möglichst problemlos abzuschließen. Obzwar die Universität daran arbeitet, die Gebäude für Gehbeeinträchtigte barrierefrei zu machen, ist noch nichts für Hör- und Sehbeeinträchtrigte in Arbeit. 

Ein erfolgreiches Studium sollte auch auf keinen Fall von der finanziellen Lage abhängen und es sollte allen Studierenden möglich sein, die Angebote der Universität wahrzunehmen. Deshalb unterstützen wir auch weiterhin die Arbeit der Härtefallkomission und die finanzielle Förderung von Studierenden, die sich Exkursionen, Bücher etc. nicht leisten können.

Wohnraum ist ein Grundrecht!

Auch an Heidelberg gingen die Entwicklungen am Immobilienmarkt nicht spurlos vorrüber und so taucht unsere Stadt regelmäßig in Spitzenpositionen auf, was teures Wohnen betrifft. Hier sind Stadt und Land gefragt, endlich gegenzusteuern und Abhilfe für die Wohnungsnot der Studierenden zu schaffen. Dabei helfen allerdings keine Luxusprojekte wie die Bahnstadt, bei der Bewohner*innen mit geringerem Einkommen nur über umständliche Zuschüsse im Stadtteil gehalten werden können.

Die Grüne Hochschulgruppe begrüßt es, dass die Stadt bei den Konversionsflächen jetzt einen anderen Weg gehen will und sogar alternative Konzepte wie das Collegium Academicum zum Zuge kommen. Die Verfasste Studierendenschaft und die Universität sollten hier ihren Einfluss geltend machen und auf eine studierendenfreundliche Transformation der Konversionsflächen drängen.

Weniger ist Mehr

Riesige Plastikmüllstrudel sammeln sich in den Weltmeeren, die Erde droht im Müll zu ersticken. Auch die Universität produziert täglich Unmengen an unnötigem Abfall. Dabei ließe sich das bereits mit einfachen Maßnahmen verhindern: Mehrwegbecher, gezielte Digitalisierung im Bereich der Lehre und Verwaltung, aktive Mülltrennung und Recycling, etc. 

Wir fordern, dass universitäre und hochschulnahe Einrichtungen den Einsatz von Einwegmaterialien, wie z.B. Styroporschalen zur Essensmitnahme in den Mensen und in Plastik verpackte Snacks in den Cafés, unverzüglich stoppen und stattdessen auf nachhaltigere Methoden umsteigen. Es gibt bereits gute Alternativen! Nur ein Beispiel sind die auf unsere Initiative hin vom Studierendenwerk eingeführten Mehrwegbecher. Gleichzeitig ist es wichtig, auf Mülltrennung zu achten. Die Universität soll anfangen, (auch) Biomüll zu sammeln und diesen auf angelegten Kompostierflächen zu entsorgen. Der Kompost kann dann beispielsweise an den von Studierenden bewirtschafteten URRmEL Garten gegeben werden. So ließe sich der Kreislauf schließen. Wir treten also dafür ein, dass im Uni-Alltag sowohl deutlich weniger Müll produziert wird, als auch dass dieser dann weitestgehend recycelt und kompostiert wird.