Obwohl die Universität Heidelberg im Rahmen der Exzellenzinitiative für ihr Zukunftskonzept ausgezeichnet wurde, ist an der Universität längst nicht alles „exzellent“! Fakt ist, dass nur spezielle Bereiche gefördert wurden und dies darüber hinaus oft nur den ProfessorInnen und nicht uns Studierenden zugute kommt. Dies steht im Widerspruch zum eigenen Anspruch einer Volluniversität!
1. „Exzellente Lehre für alle“ statt „Exzellenzcluster für wenige“!
Zu einer Exzellenzuniversität gehören nicht nur Cluster und „exzellente“ Forschung, sondern auch eine Lehre, die dem Namen gerecht wird. Das meint Räume, die nicht aus allen Nähten platzen, eine bessere Betreuung der Studierenden, mehr DozentInnen, kostenlose Sprachkurse am Zentralen Sprachlabor, und dass während der Klausurenphase nicht Bauarbeiter die Wand nebenan einreißen, um die Universität für die ach-so-wichtige 625-Jahr-Feier aufzumöbeln (nicht, dass Renovierungen nicht dringend nötig wären!).
2. Für mehr studentische Beteiligung bei anstehenden Reformen
Wir fordern, dass der Bologna-Prozess endlich so umgesetzt wird, wie er geplant war. Die heute oft „unstudierbaren“ Studiengänge müssen so überarbeitet werden, dass sie uns nicht mehr Freiheit nehmen, sondern geben. Um keine Fehler zu wiederholen, fordern wir eine entsprechende Beteiligung der Statusgruppe, die am meistens davon betroffen ist. Ja, richtig, das sind WIR, die STUDIERENDEN!
Aber auch bei der Vergabe der so genannten 2012-Professuren, um dem doppelten Abiturjahrgang 2012 zu begegnen, herrscht anscheinend Willkür vor. Hier müssen wir Studierenden ebenfalls mehr beteiligt werden, um darauf zu achten, dass die Professuren gleichmäßiger verteilt werden!
3. Studiengebühren
Studiengebühren sind sozial ungerecht, halten viele potenzielle Studierende von ihrem Studium ab und stehen damit entgegengesetzt zum Bestreben, den Anteil der Studierenden aus allen Gesellschaftsbereichen zu erhöhen. Deshalb lehnen wir Studiengebühren weiterhin ab und fordern stattdessen mehr Verantwortung und Finanzierung von Bund und Land. Solange es allerdings noch Studiengebühren gibt, werden wir uns weiterhin in den Gremien für eine sinnvolle Einsetzung stark machen. Bauarbeiten und die Einrichtung von Dauerstellen gehören nicht dazu!
Wir sehen in allen Bereichen Handlungsbedarf und werden auch in Zukunft sowohl durch Aktionen auf diese Probleme aufmerksam machen, als auch das wenige Mitspracherecht, das uns gestattet wird, in den Gremien nutzen und die Interessen der Studierenden, und nicht die der Wirtschaft, vertreten.
