Uniwahlen 2009

Unsere Liste für den Senat und AStA für 2009

Helene Ganser

1. Helene Ganser
21 Jahre
6. Semester
Psychologie

 

2. Philipp Zündorf
20 Jahre
4. Semester
Politik/Öffentliches Recht

Lena Egeler

3. Lena Egeler
21 Jahre
4. Semester
Germanistik/Politik

Benedict Mette

4. Benedict Mette
20 Jahre
2. Semester
Ethnologie/Politische Ökonomik

Carolin Lohölter

5. Carolin Lohölter
22 Jahre
5. Semester
Jura

Nicolas Bellm

6. Nicolas Bellm
22 Jahre
6. Semester
Computerlinguistik/Informatik

Tanja Beck

7. Tanja Beck
22 Jahre
4. Semester
Politik/Psychologie

Daniel Kanzleiter

8. Daniel Kanzleiter
23 Jahre
5. Semester
Alte Geschichte/Archäologie

Cynthia Cole

9. Cynthia Cole
22 Jahre
2. Semester
Geschichte/Politik

 

10. Oliver Schmakowski
23 Jahre
6. Semester
Jura

Elena Bixel

11. Elena Bixel
23 Jahre
4. Semester
Politik/Geographie

Alexander Franke

12. Alexander Franke
20 Jahre
2. Semester
Politik/Öffentliches Recht

Warum GHG wählen?

Wir sind eine politische Hochschulgruppe, die sich für eine soziale und ökologische Uni einsetzt. Praktisch geschieht dies durch Öffentlichkeitsarbeit zum Beispiel im Rahmen der Organisation von Vorträgen oder Diskussionen und unsere Arbeit im Senat. Ohne uns von Parteipolitik beeinflussen zu lassen, stehen wir dabei in Kontakt mit grünen Mitgliedern von Gemeinderat oder Landtag. Mangels der in 14 anderen Bundesländern üblichen Verfassten Studierendenschaft ist studentische Beteiligung in BaWü schwer genug, das als Ersatz dazu gedachte Heidelberger Fachschaftskonferenz (FSK) ­ Modell schließt darüber hinaus politische Hochschulgruppen von der Mitarbeit aus. Und das, obwohl die Arbeit der FSK durch ihre Bindung an die Fachschaften stark auf die Geschehnisse in den einzelnen Fächern fokussiert ist. Da Hochschulpolitik aber auch aus Fragen und Problemen besteht, die nicht auf die einzelnen Fächer beschränkt sind (Semesterticket, Mensaessen, Einsatz von erneuerbaren Energien…), ist neben der Arbeit der FSK auch die der politischen Hochschulgruppen nötig. Ob die GHG von diesen die richtige Wahl für Euch ist, könnt Ihr anhand nebenstehender Ziele beurteilen!

Vorstellung unserer Kandidatin Helene Ganser

heleneIch bin Helene, 21 Jahre alt und studiere Psychologie im 6. Semester sowie im Wahlpflichtund Zusatzfach Politik und Ethnologie. In Zeiten der Studiengebühren ist es wichtiger denn je, dass Studierende die Möglichkeit haben, bei allen Entscheidungen an der Uni mitzuwirken. Wir dürfen das, was Rektorat und Uni-Verwaltung entscheiden, nicht schweigend hinnehmen. Im Senat möchte ich mich dafür einsetzen, dass bei Strukturentscheidungen die Interessen der Studierenden nicht vernachlässigt werden. Wir wollen keine Bildungsfabrik, in der das Produkt AbiturientIn passgenau und gleichförmig zugeschnitten, verpackt und nach drei Jahren ausgeliefert wird. StudienanfängerInnen mit unterschiedlichen soziokulturellen Hintergründen, Interessen und vielfältigem Potential sollten nicht in das enge Bachelor-Korsett gezwängt werden. Der Übergang bei der Umstellung von Diplom bzw. Magister auf Bachelor/Master muss verbessert werden und den Studierenden der neuen Abschlüsse muss es ermöglicht werden, ihr Studium freier zu gestalten. Sehr am Herzen liegt mir außerdem ein umweltbewusstes Selbstverständnis der Universität. Ich werde mich dafür stark machen, dass ökologische Gesichtspunkte stärker berücksichtigt werden.

Unsere Ziele

1. Studienbedingungen

Studierenden und DozentInnen am Campus Bergheim wird der Zugang zu Büchern dadurch versperrt, dass alle Bücher ausleihbar und in der Bibliothek nicht verfügbar sind. Bachelorkonzepte sind arbeitsmarktorientiert, unkreativ, starr und dabei in vielen Fällen auf Grund undurchdachter Studienpläne praktisch nicht studierbar. Es ist nicht vorgesehen, dass für jedeN BachelorabsolventIn ein Masterplatz zur Verfügung steht ­ zukünftig schlechtere Qualifikationen werden in Kauf genommen. Die Besetzung des Romanischen Seminars hat es allen eindrucksvoll vor Augen geführt: Dort und an vielen anderen Stellen fehlen DozentInnen. Auswahlverfahren entwerten das Abitur als Hochschulzugangsberechtigung. Die Aufzählung ließe sich fortsetzten ­ sie zeigt, dass die Uni Heidelberg ihren hohen Ansprüchen endlich auch gegenüber den Studierenden und nicht nur in Hochglanz-Wirtschaftsrankings gerecht werden muss.

2. Studiengebühren

Bildung ist ein Menschenrecht, das jedem offen stehen muss, um gleiche Chancen unabhängig vom familiären und finanziellen Hintergrund zu gewährleisten. Die Selektion durch Studiengebühren in Verbindung mit dem zunehmenden Rückzug des Staates aus der Finanzierung des öffentlichen Bildungssystems muss daher rückgängig gemacht werden. Um aktuell zu verhindern, dass mit den Gebühren auch noch unverantwortlich umgegangen wird, wollen wir gewissenhaft darauf achten, wie die erhobenen Gebühren verwendet werden.

3. Demokratie

Eine Verfasste Studierendenschaft ist nicht zu ersetzen, weil wir ein Gremium brauchen, das die Stimme der gesamten Studierendenschaft in ihrer Vielfalt und demokratisch nach außen vertritt, entsprechend auch in Uniangelegenheiten ein festes Mitspracherecht und ein eigenes Budget und eine selbst gewählte Form hat. Bis wir dieses Ziel erreichen, sind wir für einen U-AStA, weil er unsere Möglichkeiten, Demokratie zu praktizieren, am weitesten ausschöpft.

4. Ökologie

Wir setzen uns für ein stärkeres ökologisches Bewusstsein an der Universität Heidelberg ein. Dabei ist unser Ziel, die Hochschule in all ihren Bereichen nachhaltig zu gestalten. Darunter verstehen wir u.a. höhere Energieeffizienz, Wärmeschutzdämmung, Einsatz von erneuerbaren Energien und RecyclingPapier in uni-eigenen Druckern/Kopierern. Außerdem fordern wir ein BIO-Essen in den Mensen des Studentenwerks. Nachdem wir hierfür 1125 Unterschriften von Studierenden gesammelt haben, werden wir nun mit dem Studentenwerk über die konkrete Umsetzung sprechen.

5. Semesterticket

Wir fordern, das Semesterticket wieder auf seine ursprüngliche Funktion zu reduzieren: Es soll den Studierenden Mobilität unmittelbar am Studienort zu einem sozialverträglichen Preis bieten. Hierzu befürworten wir das sogenannte „kleine Semesterticket“ mit einem geringeren Geltungsbereich.

Weitere Informationen befinden sich auch in unserem Wahlprogramm.

Eure Wahl

Am 16. Juni wählt Ihr ­ neben den Fakultätsräten ­ die vier studentischen VertreterInnen im Senat der Universität Heidelberg für das akademische Jahr 2009/2010. Der Senat ist das zentrale Entscheidungsgremium der Universität und bestimmt über Angelegenheiten wie Prüfungsordnungen, ProfessorInnen-Berufungen, Gebührensatzungen oder die Einrichtung und Auflösung von Studiengängen. Mit Euren Stimmen für den Senat wählt Ihr eigentlich auch den AStA. Durch die badenwürttembergischen Gesetze wäre dieser aber nur ein machtloses Gremium, das dem Rektorat untersteht. An anderen Unis wird dies durch einen U-AStA umgangen, in dem die Stimmverhältnisse der AStA-Wahl umgesetzt werden und der somit eine demokratisch legitimierte Studierendenvertretung darstellt. Mit ihrer bisherigen Mehrheit hat die FSK zu ihren Gunsten einen U-AStA verhindert ­ wenn sich daran etwas ändern soll, bedarf es also der politischen Hochschulgruppen, die mit einer starken Stimme sprechen können. Bei der Wahl stellen sich 70 KandidatInnen in 6 Wahlvorschlägen zur Wahl. Ihr habt 4 Stimmen, die Ihr auf die KandidatInnen eines oder mehrerer Wahlvorschläge verteilen dürft, wobei einE KandidatIn nicht mehr als zwei Stimmen erhalten darf.

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