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GHG Heidelberg positioniert sich zu neuen Chancen in der Hochschulpolitik

Da nach dem Regierungswechsel in Stuttgart sich einiges an der Hochschulpolitik im Land ändern wird, hat die Grüne Hochschulgruppe dazu auf Anfrage der Studierendenzeitung ruprecht Stellung bezogen und ihre Positionen zur Verfassten Studierendenschaft, zur Abschaffung der Studiengebühren und zur Frage der Hochsculbeiräte formuliert:

Frage 1: „Wie kann die Verfasste Studierendenschaft zu mehr studentischer Mitbestimmung führen? Gibt es Pläne von eurer Gruppe, euch an der Konzeption der VS zu beteiligen? Wie sähen sie
aus?“

– Durch die Verfasste Studierendenschaft (VS) wird ein demokratisches Miteinander an der Hochschule gefördert: Es ist wichtig, dass alle Statusgruppen inklusive uns Studierenden gehört werden. Dadurch sind die Studierenden nicht mehr länger lediglich „Beiwerk“ der Hochschule, sondern werden als integraler Bestandteil der Hochschule anerkannt. Ferner fungiert eine VS als zentraler und legitimierter Ansprechpartner für die Hochschulleitung und -verwaltung sowie externe VerhandlungspartnerInnen. Dabei geht es um Angelegenheiten, die alle Studierende betreffen, so zum Beispiel das Semesterticket.

– Wir beteiligen uns schon seit längerem an der Ausgestaltung eines Heidelberger Konzepts für die VS und stehen weiterhin für das mit der FSK und anderen Hochschulgruppen ausgearbeitete Modell eines Studierendenrates, dem sowohl Fachschaften als auch Hochschulgruppen angehören. In diesem Modell sehen wir die Studierendenschaft der Hochschule sowohl in der Breite (der Fächer) als auch der Tiefe (der Interessen) vertreten.

Frage 2: „Warum hat rot-grün die Abschaffung der Studiengebühren von diesem Wintersemester auf das Sommersemester nächsten Jahres verschoben? Ist mit einer weiteren Verschiebung zu rechnen?“

– Natürlich hätten wir uns über die Abschaffung der Studiengebühren bereits zum kommenden Semester sehr gefreut. Dies war auch immer die Forderung von Campusgrün Baden-Württemberg. Allerdings können wir akzeptieren, dass ein weiteres Semester vonnöten ist, um eine langfristige und nachhaltige Kompensation der wegfallenden Studiengebühren zu realisieren. Dadurch wird den Hochschulen auch endlich langfristige Planungssicherheit gewährt.

– Eine Verschiebung dieser Frist lehnen wir ab.

Frage 3: Was haltet ihr von der Mitbestimmung der Studierenden zu den Kompensationsmitteln? Ist diese Beteiligung auf “gleicher Augenhöhe” ein Schritt in die richtige Richtung?“

– Wir begrüßen die studentische Mitbestimmung an den Kompensationsmitteln für die Studiengebühren ausdrücklich. Allerdings geschieht für uns die momentane Beteiligung der Studierenden an der Vergabe der Studiengebühren nicht „auf Augenhöhe“.

– Deshalb fordern wir, dass die jetzt bestehenden Strukturen verbessert werden. Es ist inakzeptabel, dass der Fakultätsvorstand einmal getroffene Entscheidungen der Studiengebührenkommissionen wieder aufheben können – und das unter Ausschluss jeglicher studentischer Mitbestimmung.

– Ein weiteres Problem sind die von der zentralen Studiengebührenkommission verwalteten Gelder, die trotz formeller Beteiligung der Studierenden schlussendlich vom Rektor nach Lust und Laune ausgegeben werden.

Frage 4: „Was unterscheidet die Aufsichträte von den geforderten Hochschulbeiräten? Welche Maßnahme ist sinnvoller?“

– Die Aufsichtsräte für die Hochschulen stehen stellvertretend für das Konzept einer „unternehmerischen Hochschule“, welches wir entschieden ablehnen. Eine Hochschule kann nicht als Unternehmen geführt werden, wenn sie ihren Aufgaben für die Gesellschaft gerecht werden soll.

– Insofern begrüßen diesen Wechsel hin zu rein beratenden Beiräten. Allerdings muss abgewartet werden, welche Aufgaben diese Beiräte konkret ausführen werden.

Schnuppertreffen der GHG

Du hattest schon immer mal Lust, Dich zu engagieren? Konntest Dich aber nicht aufraffen, hattest zuviel zu tun … Wir, die Grüne Hochschulgruppe, sind aktive junge Leute, die sich dafür einsetzen, unsere Uni ökologischer zu gestalten. Wir versuchen die Studierenden dafür zu interessieren, was an unserer Uni passiert. Das wollen wir zum Beispiel durch Aktionen und Flyer erreichen, wir setzen uns aber auch in den Gremien der Uni für die Studierenden ein. Wenn du Lust hast, aktiv zu werden, Deine Ideen einzubringen und es Dir nicht egal ist, was an unserer Uni passiert, dann komme am Mittwoch, 20. April um 20:00 Uhr zu unserem Schnuppertreffen vor dem Marstallcafé beim Brunnen (da ist tatsächlich ein Brunnen)!

Grüne Hochschulgruppe erhebt Forderungen zum Papierverbrauch der Uni

Forderungen der Grünen Hochschulgruppe im Bereich Kopierpapier und Toiletten- und Handtuchtrockenpapier

Als Grüne Hochschulgruppe fordern wir, dass die Universität Heidelberg in der Wahl ihrer Papierprodukte und im Umgang mit denselben Kriterien des nachhaltigen Wirtschaftens und der Ressourceneffizienz beachtet. Die folgenden Vorschläge zeigen Verbesserungsmöglichkeiten in diesem Bereich auf, die zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft beitragen sollen, Einsparmöglichkeiten bieten und die Abfallvermeidung fördern.

1. Umstellung der Voreinstellung „einseitig“ im Druckerserver auf „beidseitig“ by default

2. Umstellung der Voreinstellung „einseitig“ an den Studierenden- und Verwaltungskopierern auf „beidseitig“ by default (technische Machbarkeit muss noch abgeklärt werden)

Die „Einstellung auf beidseitig“ trägt dazu bei, den Anteil an beidseitig gebrauchtem Papier zu steigern. Dieser Schritt trägt klar zu der effizienteren Nutzung der Ressource Papier bei: 100 zu druckende Seiten können auf 50 Blatt Papier gedruckt werden, ohne dass dadurch für den Benutzer Nachteile entstünden. Im Gegenteil: Weniger Papier braucht weniger Stauraum, weniger Ordner, weniger Regale, weniger Platz in Archiven. Diese Maßnahme senkt den Papierverbrauch der Universität dauerhaft  und führt mit sofortiger Wirkung zu finanziellen Einsparungen für dezentral von Instituten bestückte Verwaltungskopierer und Drucker.

3. Einstellung eines 100% Recyclingpapiers 80er Weiße mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ in den Online-Shop der Universität

Um Sigmar Gabriel zu zitieren: „Die Verwendung von Recyclingpapier ist ein klassisches Erfolgsmodell des Umweltschutzes.“[1] Die Vorteile von Recyclingpapier sind in zahlreichen Studien belegt, u.a. in der Ökobilanz des Umweltbundesamtes (siehe Anhang). Um nur einige Vorteile zu nennen: geringerer Energie- und Wasserverbrauch, Klima-, Ressourcen- und Artenschutz. Heutige Recyclingpapiere mit dem Blauen Engel erfüllen zudem die europäische Norm EN 12281 in Bezug auf Laufeigenschaften. Auch die Archivierbarkeit von Recyclingpapier steht Nicht-Recyclingpapier in nichts nach: Recyclingpapiere mit dem Blauen Engel erfüllen die DIN 6738 Norm und sind mehrere 100 Jahre alterungsbeständig. Das 100% Recyclingpapiers 70er Weiße, das derzeit im Online-Shop erhältlich ist, ist vielen Nutzern zu dunkel und wird daher ungern eingesetzt. Ein Recyclingpapier höheren Weißegrads könnte die Nutzung von Recyclingpapier an Verwaltungskopierern erheblich steigern.

4. Umstellung der Studierendenkopierer auf 100% Recyclingpapier 80er Weiße mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“

An Studierendenkopierern werden vor allem Seminarunterlagen und Bücher schwarzweiß fotokopiert. Papier mit einem Weißegrad von 100% ist hierfür nicht nötig. Auch Bücher werden oftmals nicht auf reinweißes Papier gedruckt, sondern auf leicht eierschalfarbenem Papier, da dies als angenehmer für das Auge wahrgenommen wird.

5. Einstellung eines Toilettenpapiers und Handtuchtrockenpapiers aus 100% Recyclingpapier in den Online-Shop

Gerade bei Toilettenpapier und Handtuchtrockenpapier ist die Verwendung von Frischfaser eine besondere Verschwendung. Papierfasern, die prinzipiell sieben Mal recyclebar sind, werden nach einmaliger Nutzung der Kreislaufwirtschaft entzogen. Insofern ist der Einsatz von Recyclingpapier in diesem Bereich unbedingt notwendig.


[1] Initiative Pro Recyclingpapier, Broschüre: „Seitenwechsel – Best Practice Recyclingpapier“, erhältlich unter www.papiernetz.de

Schnuppertreffen der GHG

Du hattest schon immer mal Lust, Dich zu engagieren? Konntest Dich aber nicht aufraffen, hattest zuviel zu tun … Wir, die Grüne Hochschulgruppe, sind aktive junge Leute, die sich dafür einsetzen, unsere Uni ökologischer zu gestalten. Wir versuchen die Studierenden dafür zu interessieren, was an unserer Uni passiert. Das wollen wir zum Beispiel durch Aktionen und Flyer erreichen, wir setzen uns aber auch in den Gremien der Uni für die Studierenden ein. Wenn du Lust hast, aktiv zu werden, Deine Ideen einzubringen und es Dir nicht egal ist, was an unserer Uni passiert, dann komme am Mittwoch, 27. Oktober um 19:30 Uhr zu unserem Schnuppertreffen vor dem Marstallcafé beim Brunnen (da ist tatsächlich ein Brunnen)!

Wahlprogramm 2010

Studienbedingungen

In Anbetracht von überfüllten Seminaren, renovierungsbedürftigen Hörsälen und teuren Sprachkursen, bleibt der Begriff “Exzellenzuniversität” für Heidelberg eine Utopie. Die Exzellenzinitiative muss auf die Lehre ausgeweitet werden und allen Studierenden zugute kommen. Anstehende Reformen, wie die Bologna-Reform, dürfen nicht im Hinterzimmer ausgetüftelt werden, sondern müssen vor allem mit den Betroffenen selbst – also uns Studierenden! – abgestimmt werden. Wir lehnen Studiengebühren weiterhin ab, weil sie die soziale Selektion der Studierenden weiter verschärfen. Solange es sie aber noch gibt, werden wir uns für eine transparente und sinnvolle Vergabe stark machen. (Weitere Informationen)

Demokratie

Demokratie lebt von der Teilhabe aller Betroffenen am Entscheidungsprozess. Dazu gehören sowohl mehr studentische Einflussmöglichkeiten in Senat und Fakultätsräten als auch eine freie studentische Selbstverwaltung. Wir fordern die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft mit Finanz- und Satzungsautonomie, Rechtsfähigkeit sowie allgemeinpolitischem Mandat. Die GHG beteiligt sich aktiv an der Überarbeitung des U-Modells. Dieses soll in Zukunft auch das alternative Demokratiemodell Liquid-Democracy einbinden. (Weitere Informationen)

Ökologie

Wir setzen uns für ein stärkeres ökologisches Bewusstsein an der Uni ein. Um die Universität Heidelberg nachhaltiger und grüner zu gestalten, fordern wir Recyclingpapier für alle Drucker, Kopierer und Faxgeräte und den Einsatz von Öko-Strom auf dem Campus. Wir machen uns für eine Erweiterung des Angebots an biologischen Produkten in den Mensen stark und streben die Verankerung des Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanken in Forschung und Lehre an. (Weitere Informationen)

Datenschutz

Fast täglich werden von uns Studierenden Daten abgefragt, gesammelt und gespeichert. Bei der Datensammelwut einiger DozentInnen kann man leicht den Überblick verlieren. Die GHG fordert einen sensibleren Umgang mit personenbezogenen Daten sowie die konsequente Beachtung des Datenschutzes in allen Bereichen der Uni. Um der bisher mangelnden Sensibilität gegenüber der Datenschutzproblematik zu begegnen, treten wir für ein verbessertes und verpflichtendes Angebot an Schulungen und Kursen für alle Mitglieder der Uni, die mit personenbezogenen Daten in Kontakt kommen, ein. (Weitere Informationen)

Barrierefreiheit

Die GHG fordert die konsequente Beachtung der Prinzipien der Barrierefreiheit im Uni-Alltag. Alle universitären Einrichtungen und Veranstaltungen müssen ausnahmslos für alle frei und gleichberechtigt zugänglich sein. In diesem Zusammenhang müssen bauliche Mängel beseitigt, die finanzielle Unterstützung für Studierende mit Behinderung verbessert, aber auch Barrieren in der Lehre abgebaut werden: Wir fordern, dass Vorlesungsunterlagen so bereit gestellt werden, dass alle Studierenden diese ihren Wahrnehmungsmöglichkeiten entsprechend anpassen können. (Weitere Informationen)

Studenten schmeißen mit Forderungen um sich – Protestaktion zur Verringerung der Umweltbelastung durch den Papierverbrauch an der Uni

Papier Smartmob

Da staunten die Passanten nicht schlecht, die am heutigen Dienstag gegen 13 Uhr durch die Hauptstraße in Heidelberg gingen und auch an der Ecke Marstallstraße vorbei kamen. Etwa 20 Studierende der Universität Heidelberg hatten sich dort versammelt und bewarfen sich gegenseitig und die Passanten mit zusammengeknülltem Papier. „Mit der Aktion wollen wir auf den hohen Papierverbrauch an der Universität, aber auch allgemein in Deutschland aufmerksam machen“, erklärte Helene Ganser. „256 kg Papier verbraucht jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr. Damit wird allein in Deutschland so viel Papier verbraucht wie in ganz Afrika und Südamerika zusammen.“

Das verwendete Papier stammte dabei aus dem Universitätsrechenzentrum und wäre dort weggeworfen worden. Wer der skandierten Aufforderung „Entknüllen, entknüllen!“ nach kam, konnte auf dem Papier die Forderungen der Studierenden lesen. Neben dem Einsatz von Papier aus Altpapier, das mit dem Blauen Engel zertifiziert ist, forderten die Protestierenden, dass eine doppelseitige Kopie günstiger sein solle als zwei einseitige, um diese einfache Maßnahme zur Verringerung des Papierverbrauchs zu unterstützen.

Papier Smartmob

Allen Interessierten erklärten zwei mit Zeigestock ausgestattete Aktivisten die Hintergründe der Aktion, die im Rahmen der diesjährigen Campustour der Heinrich Böll Stiftung stattfand. „Es geht uns um das Thema „Nachhaltige Hochschule“, neben dem heutigen Smartmob findet am nächsten Wochenende noch ein Improvisationstheaterworkshop zu dem Thema statt, im Herbst wird es eine Podiumsdiskussion geben“, erzählte Daniel Kanzleiter. „Gerade die Ruperto Carola sollte wissen, dass Exzellenz und Nachhaltigkeit zusammen gehören. Es ist daher erschreckend, wie zum Beispiel mit dem Thema Recyclingpapier umgegangen wird. An anderen Universitäten ist der Einsatz von mit dem Blauen Engel zertifizierten Papier in allen Kopierern und Druckern seit Jahren selbstverständlich, hier heißt es, dies sei technisch nicht möglich. Dafür haben wir kein Verständnis.“

Nach einigen Minuten wurde der Smartmob mit einer gemeinsamen Aufräumaktion beendet. „Selbstvertändlich werden wir das geworfene Papier im Papiermüll entsorgen, damit es schon bald als Recyclingpapier in unseren Kopierern zum Einsatz kommen kann“, erklärte Helge Pönnighaus.

Senat der Universität Heidelberg beschließt Auflösung der Umweltschutzkomission

Der Senat der Universität Heidelberg hat am 13.4.2010 beschlossen, die Umweltschutzkommission der Ruperto Carola aufzulösen. Die Grüne Hochschulgruppe bedauert diese Entscheidung. Die Universität Tübingen trägt bereits seit einiger Zeit mit dem Umweltmanagementsystem EMAS zur Einsparung von Ressourcen bei, während die Ruperto Carola eher hinterherhinkt. „Wie wichtig der Universitätsleitung der Umweltschutz ist, sieht man daran, dass die Umweltschutzkommission zuletzt im Oktober 2007 getagt hat“, meint Daniel Kanzleiter, studentisches Mitglied der Kommission. Anstatt die Chancen zu erkennen, die eine intelligente Nutzung von Energie der Universität bringen könnte, ignoriert die Universitätsleitung das Thema. Durch Einsparungen bei den Energieausgaben würde mehr Geld für Forschung Lehre übrig bleiben und gleichzeitig die Umwelt geschützt. „Umweltschutz und Ressourceneinsparungen müssen endlich ernst genommen werden!“, so Helene Ganser, studentische Senatorin. „Wir appelieren an das Rektorat und den Senat die Verantwortung wahrzunehmen und alle Mitglieder der Universität in diesen Prozess einzubinden“, so Ganser weiter.

Schnuppertreffen der GHG

Du hattest schon immer mal Lust, Dich zu engagieren? Konntest Dich aber nicht aufraffen, hattest zuviel zu tun … Wir, die Grüne Hochschulgruppe, sind aktive junge Leute, die sich dafür einsetzen, unsere Uni ökologischer zu gestalten. Wir versuchen die Studierenden dafür zu interessieren, was an unserer Uni passiert. Das wollen wir zum Beispiel durch Aktionen und Flyer erreichen, wir setzen uns aber auch in den Gremien der Uni für die Studierenden ein. Wenn du Lust hast, aktiv zu werden, Deine Ideen einzubringen und es Dir nicht egal ist, was an unserer Uni passiert, dann komme am Montag, 3. Mai um 20.00 Uhr zu unserem Schnuppertreffen im Foyer der Marstall-Mensa! (Erkennungszeichen GHG-Fahne). Das Schnuppertreffen findet trotz Marstallkino statt.

Grünes Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemester 2010

Für alle Studenten an der Universität Heidelberg, die sich über ihre eigenen Veranstaltungen hinaus einmal mit Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt und Gerechtigkeit beschäftigen wollen, gibt es nun ein Grünes Vorlesungsverzeichnis, welches die GHG zum einfachen Finden alternativer Veranstaltungen zusammengestellt hat. Viel Freude beim Studieren!

Grünes Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemester 2010 als pdf downloaden.

Bologna-Kongress: Grüne Jugend und Campusgrün kritisieren Umsetzung und fordern ernsthafte Mitsprache

Campusgrün und Grüne Jugend Baden-Württemberg ziehen eine negative Bilanz des gestern abgehaltenen Bologna-Kongresses des Wissenschaftsministeriums.

Zu Beginn des Kongresses hatte Minister Frankenberg noch angekündigt, er sei sich sicher, man könnte “den Bologna-Prozess zu einem großen Erfolg machen”, würde man nur “aufmerksam einander zuhören”, doch sehr schnell wurde vor allem den teilnehmenden Studierenden deutlich, dass sich die versprochene Dialogbereitschaft eher an die zahlreichen anwesenden RektorInnen und ProfessorInnen richtete. Nicht nur war die Auswahl der eingeladenen Studierenden höchst fragwürdig und erinnerte an bloße Willkür, auch fehlten auf den Podien speziell Bachelor-Studierende.

Wesentliche Probleme bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses wurden nicht aufgegriffen oder in der Diskussion übergangen. So wurde der deutlichen Kritik der anwesenden Studierenden an der fehlenden Mitbestimmung und ungenügenden Beteiligung bei der Gestaltung der Studiengänge kein Raum gegeben. Jedoch lassen sich nur mit einer Ausweitung der Partizipationsmöglichkeiten Probleme, die im Zuge der Reform aufgetreten sind, in Zukunft vermeiden. “Wir fordern die
Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft mit allgemeinpolitischem Mandat”, so Daniel Kanzleiter, Sprecher von Campusgrün Baden-Württemberg. “Nur so lässt sich studentische Mitbestimmung, die auch ernst genommen wird, gewährleisten.”, führt er weiter aus.

Der Frage nach den Zielen eines Studiums wurde während der Veranstaltung auch nur am Rande nachgegangen, obwohl diese eigentlich die Struktur des Studiums bestimmen sollten.
“Die Befähigung zu kritischem Denken, zur Reflexion erlernten Wissens und Entfaltung der Persönlichkeit sehen wir als wichtige Grundpfeiler eines Hochschulstudiums an. Hierfür muss es weiterhin die notwendigen Freiräume geben!”, fordert Julia Janczyk, Vorsitzende der Grünen Jugend Baden-Württemberg. “Nur so sind die Studierenden in der Lage, eigene Schwerpunkte zu setzen und eigene Interessen zu vertiefen.”

Campusgrün und Grüne Jugend Baden-Württemberg erneuern ebenso ihre Forderung nach einem gesetzlichen Anspruch auf einen Masterplatz sowie die Abschaffung von Studiengebühren. “Niemand darf vom Zugang zu Bildung ausgeschlossen werden – weder durch Zugangsbeschränkungen, noch durch finanzielle Hürden.”, erläutern die beiden abschließend.