Wahlprogramm 2010

Studienbedingungen

In Anbetracht von überfüllten Seminaren, renovierungsbedürftigen Hörsälen und teuren Sprachkursen, bleibt der Begriff “Exzellenzuniversität” für Heidelberg eine Utopie. Die Exzellenzinitiative muss auf die Lehre ausgeweitet werden und allen Studierenden zugute kommen. Anstehende Reformen, wie die Bologna-Reform, dürfen nicht im Hinterzimmer ausgetüftelt werden, sondern müssen vor allem mit den Betroffenen selbst – also uns Studierenden! – abgestimmt werden. Wir lehnen Studiengebühren weiterhin ab, weil sie die soziale Selektion der Studierenden weiter verschärfen. Solange es sie aber noch gibt, werden wir uns für eine transparente und sinnvolle Vergabe stark machen. (Weitere Informationen)

Demokratie

Demokratie lebt von der Teilhabe aller Betroffenen am Entscheidungsprozess. Dazu gehören sowohl mehr studentische Einflussmöglichkeiten in Senat und Fakultätsräten als auch eine freie studentische Selbstverwaltung. Wir fordern die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft mit Finanz- und Satzungsautonomie, Rechtsfähigkeit sowie allgemeinpolitischem Mandat. Die GHG beteiligt sich aktiv an der Überarbeitung des U-Modells. Dieses soll in Zukunft auch das alternative Demokratiemodell Liquid-Democracy einbinden. (Weitere Informationen)

Ökologie

Wir setzen uns für ein stärkeres ökologisches Bewusstsein an der Uni ein. Um die Universität Heidelberg nachhaltiger und grüner zu gestalten, fordern wir Recyclingpapier für alle Drucker, Kopierer und Faxgeräte und den Einsatz von Öko-Strom auf dem Campus. Wir machen uns für eine Erweiterung des Angebots an biologischen Produkten in den Mensen stark und streben die Verankerung des Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanken in Forschung und Lehre an. (Weitere Informationen)

Datenschutz

Fast täglich werden von uns Studierenden Daten abgefragt, gesammelt und gespeichert. Bei der Datensammelwut einiger DozentInnen kann man leicht den Überblick verlieren. Die GHG fordert einen sensibleren Umgang mit personenbezogenen Daten sowie die konsequente Beachtung des Datenschutzes in allen Bereichen der Uni. Um der bisher mangelnden Sensibilität gegenüber der Datenschutzproblematik zu begegnen, treten wir für ein verbessertes und verpflichtendes Angebot an Schulungen und Kursen für alle Mitglieder der Uni, die mit personenbezogenen Daten in Kontakt kommen, ein. (Weitere Informationen)

Barrierefreiheit

Die GHG fordert die konsequente Beachtung der Prinzipien der Barrierefreiheit im Uni-Alltag. Alle universitären Einrichtungen und Veranstaltungen müssen ausnahmslos für alle frei und gleichberechtigt zugänglich sein. In diesem Zusammenhang müssen bauliche Mängel beseitigt, die finanzielle Unterstützung für Studierende mit Behinderung verbessert, aber auch Barrieren in der Lehre abgebaut werden: Wir fordern, dass Vorlesungsunterlagen so bereit gestellt werden, dass alle Studierenden diese ihren Wahrnehmungsmöglichkeiten entsprechend anpassen können. (Weitere Informationen)

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